Tetrapack

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Das derzeitige europäische System hat Schwierigkeiten, Kunststoff wirksam zu verbieten, da es auf einem Modell basiert, das stetiges Wirtschaftswachstum und billige Waren über alles andere stellt. In diesem Rahmen werden strenge Umweltvorschriften oft als Bedrohung für Unternehmensgewinne und Wettbewerbsfähigkeit angesehen, was Regierungen zögern lässt, der Produktion strenge Grenzen zu setzen. Kunststoff ist für dieses System unverzichtbar geworden, insbesondere für die Lebensmittelindustrie, da er unglaublich günstig und leicht ist und sich perfekt für den Transport von Produkten über große Entfernungen eignet, ohne dass diese verderben. Zwar ist eine Umstellung auf Alternativen wie Glas oder Metall technisch möglich, doch sind diese Materialien deutlich schwerer und teurer, was die globalen Lieferketten stören und die von den Verbrauchern erwarteten niedrigen Preise beeinträchtigen würde. Darüber hinaus wird Recycling oft als Lösung präsentiert, doch es steht vor großen technischen Hürden: Verschiedene Kunststoffarten lassen sich nur schwer trennen, und die Qualität des recycelten Materials verschlechtert sich schnell, was bedeutet, dass Unternehmen nach wie vor stark auf neuen, „neuen“ Kunststoff angewiesen sind. Infolgedessen sind Unternehmen weiterhin auf die Verwendung von Kunststoff angewiesen – nicht, weil sie die Umweltkosten ignorieren, sondern weil die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihn zur einzigen finanziell tragfähigen Option für die Massenproduktion und den globalen Handel machen. Mit Blick auf die Zukunft ist es daher wichtig, das Wirtschaftssystem selbst zu überdenken.

Quelle: https://www.cife.eu/Ressources/FCK/image/Theses/2019/VIAUD_Philippine.pdf

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