Aluminium ist nach Stahl das am zweithäufigsten verwendete Metall der Welt und kommt in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz – von Flugzeugen bis hin zu Getränkedosen. Seine Herstellung ist äußerst energieintensiv: Die Produktion von nur einem Kilogramm erfordert rund 66 Megajoule Energie, wobei in jeder Phase des Prozesses erhebliche Mengen an Schadstoffen entstehen. Schätzungen zufolge werden bei der Herstellung einer Tonne Aluminium etwa 4,73 kg Schwefeldioxid, 1,32 kg Stickstoffdioxid und etwas mehr als 1 kg Feinstaub freigesetzt, dazu eine Reihe giftigerer Verbindungen wie Quecksilber, Fluorpartikel, Dioxine und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe – wobei letztere mit Krebs in Verbindung gebracht werden. Die beiden umweltschädlichsten Phasen sind die Aluminiumoxidproduktion und die Aluminiumelektrolyse, auf die zusammen der Großteil dieser Emissionen entfällt. Auch die indirekte Umweltbelastung durch die Stromerzeugung spielt eine bedeutende Rolle und ist für etwa 65 % der Gesamtemissionen verantwortlich. Werden diese Schadstoffe nicht gebannt, können sie die Gesundheit der Menschen in der Nähe von Industriestandorten beeinträchtigen sowie der Vegetation und den Tieren in der Umgebung schaden. Mögliche technische Systeme zur Abscheidung und Beseitigung dieser Schadstoffe könnten sein: Zyklone für Feinstaub, Nasswäscher für Schwefeldioxid und Adsorptionsverfahren für Stickoxide.