Bierdose

Bierdose

Wenn eine Aluminium-Getränkedose geöffnet wird, geht das säurehaltige Getränk im Inneren sofort eine korrosive Wechselwirkung mit der schützenden Polymerbeschichtung des Behälters ein – ein Prozess, der trotz der vorhandenen Innenbeschichtung häufig zum Austritt giftiger Metalle und Chemikalien führt. Elektrochemische Analysen gängiger Energiegetränke- und Erfrischungsgetränkedosen zeigen, dass Beschichtungen auf Epoxidharzbasis zwar die Korrosionsraten um 80 bis 99 Prozent senken, jedoch häufig nicht in der Lage sind, die Auflösung von Aluminium vollständig zu verhindern – insbesondere bei stark sauren Formulierungen, bei denen die Korrosionsraten im Vergleich zu Standard-Säurelösungen um über 300 Prozent ansteigen können. Diese Zersetzung ist nicht nur struktureller, sondern auch chemischer Natur; der Zerfall der Beschichtung ermöglicht es Aluminiumionen, in Konzentrationen, die die Sicherheitsgrenzwerte überschreiten, in die Flüssigkeit zu gelangen, während das Epoxidharz selbst Bisphenol A (BPA) freisetzen kann, einen bekannten endokrinen Disruptor, der mit kardiovaskulären und neurologischen Störungen in Verbindung gebracht wird. Die Rasterelektronenmikroskopie deckt zudem die Anfälligkeit dieser Barriere auf und zeigt lokale Lochfraßstellen sowie Beschichtungsversagen, wodurch das darunterliegende Metall der Oxidation ausgesetzt wird. So verwandelt sich ein für die Konservierung konzipierter Behälter in eine Kontaminationsquelle, bei der die Leitfähigkeit der Lösung und der pH-Wert die Freisetzung von Schwermetallen direkt in das Verbraucherprodukt begünstigen.

Quelle: https://doi.org/10.3390/ma16031041

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