Feuchttücher

Feuchttücher

Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass Feuchttücher eine bedeutende Verschmutzungsquelle darstellen und bereits vor ihrer Entsorgung Millionen von Mikroplastik- und Mikrofaserpartikeln in unsere Gewässer freisetzen. Studien aus Südkorea und Grönland belegen, dass beim Herunterspülen von Feuchttüchern – unabhängig davon, ob diese aus synthetischem Polyester oder natürlicher Zellulose bestehen – riesige Mengen an Fasern in Flüsse und Ozeane gelangen, wo sie sich in Sedimenten ansammeln und in die Nahrungskette gelangen. Während viele Verbraucher auf „biologisch abbaubare“ oder „kunststofffreie“ Zellulosetücher umsteigen, weil sie diese für eine sichere Lösung halten, offenbaren wissenschaftliche Tests in städtischen Flüssen eine besorgniserregende Realität: Diese umweltfreundlichen Alternativen zersetzen sich oft nicht so schnell, wie es ihre Etiketten versprechen. Unter realen Bedingungen können biologisch abbaubare Tücher wochenlang bestehen bleiben, wobei sie langsam an Festigkeit verlieren, aber weiterhin Mikrofasern abgeben und möglicherweise schädliche Bakterien oder Chemikalien transportieren. Letztendlich kann die Bezeichnung „biologisch abbaubar“ irreführend sein, da diese Produkte oft für die industrielle Kompostierung zertifiziert sind, nicht aber für das Überdauern in kalten, fließenden Flüssen. Das bedeutet, dass das Herunterspülen dieser Tücher nach wie vor die Abwasserinfrastruktur schädigt und aquatische Ökosysteme beeinträchtigt – genau wie herkömmliche Kunststofftücher.

Quelle:https://doi.org/10.1016/j.jiec.2025.05.063

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