Feuerwerksreste

Feuerwerksreste

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie, die während des Diwali-Festes 2017 in Ahmedabad, Indien, durchgeführt wurde, wurden die durch groß angelegte Feuerwerke über mehrere Tage hinweg verursachten Veränderungen der Luftqualität gemessen. Die Forscher konzentrierten sich auf winzige Partikel in der Luft, sogenannte Feinstaubpartikel. Dabei handelt es sich um mikroskopisch kleine Staub- und Rauchpartikel, die so klein sind, dass sie die natürlichen Filter des Körpers umgehen und tief in die Lunge vordringen können. Die kleinsten davon, bekannt als PM2,5 (Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometern, etwa 30-mal dünner als ein menschliches Haar), gelten als besonders gesundheitsschädlich. In der Diwali-Nacht stiegen die PM2,5-Konzentrationen im Vergleich zu den Tagen vor dem Fest um über 60 %, während der Rußgehalt (die rußigen Rückstände aus der Verbrennung) um 286 % zunahm. Beide Werte überschreiten die nationalen Luftqualitätsstandards Indiens. Auch giftige Gase wie Schwefeldioxid und Stickoxide stiegen im gleichen Zeitraum deutlich an. Darüber hinaus stellten die Forscher – mithilfe einer Kombination aus bodengestützten Messgeräten und Satellitendaten – fest, dass die Verschmutzung bis in eine Höhe von 5 Kilometern in die Atmosphäre aufstieg, wodurch das Sonnenlicht daran gehindert wurde, den Boden zu erreichen, während die Wärme in der Luft eingeschlossen wurde. Die Studie weist darauf hin, dass eine kurzfristige Exposition gegenüber Verschmutzung in dieser Größenordnung potenzielle Gesundheitsrisiken birgt, insbesondere für Menschen mit bestehenden Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Quelle: https://doi.org/10.1016/j.cacint.2020.100049

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