Zwar bieten Blechdosen eine zuverlässige Methode zur Konservierung von Lebensmitteln, da sie eine dichte Barriere gegen äußere Verunreinigungen bilden, doch können Gemüse, die in Regionen mit historischem Zinnbergbau angebaut werden, dennoch gefährliche Schadstoffe aus dem umgebenden Boden und Wasser aufnehmen. Eine umfassende probabilistische Gesundheitsrisikobewertung von Tomaten, Kohl und Möhren, die in der Nähe von Zinnbergwerken im Bundesstaat Jos Plateau in Nigeria angebaut wurden, ergab erhöhte Konzentrationen von Schwermetallen wie Blei, Cadmium, Antimon, Zinn und Arsen, die häufig die von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Grenzwerte überschreiten. Kohl wies das höchste Anreicherungspotenzial auf, insbesondere für Arsen und Blei, was zu erheblichen nicht-karzinogenen Risiken für Kinder führte, deren Ziel-Gefährdungsquotienten für Arsen zwischen 2,4 und 2,9 lagen und damit deutlich über dem Sicherheitsgrenzwert von 1,0. Monte-Carlo-Simulationen zeigten ferner, dass das gesamte lebenslange Krebsrisiko für Kinder 1,5 × 10⁻³ erreichen könnte – mehr als das Zehnfache des akzeptablen Grenzwerts –, wobei Arsen etwa 96 % dieser Krebsrisikobelastung ausmacht. Diese Ergebnisse unterstreichen, dass industrielle Verarbeitungsprozesse wie die Konservenherstellung zwar die Unversehrtheit der Lebensmittel schützen, die ursprünglichen Anbaubedingungen in vom Bergbau betroffenen Gebieten jedoch eine schwerwiegende, chronische Gesundheitsgefahr darstellen, die dringende Sanierungsmaßnahmen und eine strengere landwirtschaftliche Überwachung erfordert, um gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.