Die Alkoholindustrie erzeugt riesige Mengen an organischen Nebenprodukten wie Braureis, Destillationsrückstände und Traubentrester aus der Weinherstellung. Diese Nebenprodukte werden im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft zunehmend als wertvolle Ressourcen angesehen. Anstatt durch ihre Entsorgung zur Umweltverschmutzung beizutragen, können diese nährstoffreichen Ströme zu hochwertigen Endprodukten weiterverarbeitet werden, die potenziell zur Ernährungssicherheit und zur Erzeugung erneuerbarer Energien beitragen. So eignen sich beispielsweise Braatreis und Hefeslurry aufgrund ihres hohen Protein- und Ballaststoffgehalts hervorragend als Zusatzstoffe für Vieh- und Aquakulturfutter, wodurch der Druck auf konventionelle Nutzpflanzen direkt verringert wird. Gleichzeitig ermöglichen fortschrittliche Extraktionsverfahren die Gewinnung von Antioxidantien, Polyphenolen und Zuckern für den Einsatz in Lebensmitteln und Kosmetika, während die anaerobe Vergärung die verbleibende organische Substanz in Biogas umwandelt. Dieses dient als erneuerbare Energiequelle, mit der Produktionsanlagen betrieben werden können, wodurch sich der CO₂-Fußabdruck der Branche verringert.